Eine umfassende sicherheitspolitische Strategie für die Schweiz

Eine umfassende sicherheitspolitische Strategie für die Schweiz

CH++ begrüsst, dass der Bundesrat den Sicherheitsbegriff endlich umfassend fasst. Das ist eine zentrale Voraussetzung, um der sich rasant verändernden geopolitischen Lage – geprägt von tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen durch KI – pragmatisch zu begegnen.

Die Schweiz befindet sich damit an einem sicherheitspolitischen Wendepunkt: Bedrohungen verlaufen heute nicht mehr entlang klassischer militärischer Linien, sondern entstehen im Zusammenspiel von Information, Technologie und Gesellschaft. Als zivilgesellschaftliche Organisation an den Schnittstellen dieser Themen kann CH++ einen strategischen Beitrag zur sicherheitspolitischen Debatte und den anstehenden Entscheidungen leisten.

Eine aktive Rolle der Schweiz in der Welt

Neutralität darf nicht länger als Zurückhaltung verstanden werden. Die Schweiz muss ihre Rolle aktiv definieren – als gestaltender Akteur zwischen Unabhängigkeit und internationaler Kooperation. Gerade als global vernetzter Staat kann sie Brücken bauen und Standards mitprägen. Dafür braucht es eine klare strategische Positionierung.

Hybride Bedrohungen: Sicherheit beginnt im Informationsraum

Cyberangriffe und Desinformation wirken zusammen und zielen auf das Vertrauen in Institutionen. Sicherheit muss daher ganzheitlich gedacht werden – mit einer starken gesellschaftlichen Resilienz.

Medien, Kultur und Bildung sind dabei zentral: Unabhängige Medien sichern verlässliche Information, Kultur stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und Bildung fördert kritisches Denken. Eine moderne «geistige Landesverteidigung» bedeutet, diese Bereiche gezielt zu stärken und die Zivilgesellschaft einzubeziehen.

KI-Governance als Sicherheitsfrage

Künstliche Intelligenz ist ein geopolitischer Faktor. Die Schweiz muss ihre digitale Souveränität sichern – durch eigene Kompetenzen, reduzierte Abhängigkeiten und internationale Mitgestaltung.

Zentral ist der Einbezug der Zivilgesellschaft. Es braucht auch im Bereich Sicherheitspolitik es breite Beteiligung, um legitime und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

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